Die Bauwesenversicherung: Extra-Sicherheit für Bauherren

Bauvorhaben bergen sowohl für Bauherren als auch für Außenstehende gewisse Gefahrenquellen. Bestimmte Ereignisse können Schäden verursachen und mitunter hohe Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Eine Bauwesenversicherung deckt zahlreiche Schadensfälle, die im Zuge der Bautätigkeit entstehen können, zuverlässig ab.

Es handelt sich um eine Versicherung, deren Kosten im Verhältnis zu den sonstigen Baukosten gering sind, die im Schadensfall aber vor hohen finanziellen und existenziellen Risiken schützt. Die Kosten der Schäden, die sie abdeckt, würden die meisten Bauherren sicherlich vor große finanzielle Risiken stellen. Ein Abschluss einer solchen Versicherung ist daher in den meisten Fällen sehr sinnvoll.

Für wen ist diese Versicherung sinnvoll?

Alle Bauherren, die auch im Schadensfall ihre finanzielle Sicherheit gewahrt wissen wollen, sollten eine Bauwesenversicherung abschließen. Das ist für den Neubau eines Eigenheims genauso wichtig wie für Um- und Zubauten. Versichert sind neben dem Bauherren auch alle am Bau beteiligten Unternehmen.

Muss der Bauherr eine Baulesitungsversicherung abschließen?

Bauwesenversicherung Bauleistungsversicherung

Eine Bauwesenversicherung ist keine Pflichtversicherung, schütz den Bauherr aber vor schwer kalkulierbaren Risiken.

Es besteht keine gesetzliche Pflicht, eine Bauwesenversicherung abzuschließen. Obwohl sie keine Pflichtversicherung ist, gilt es allerdings, die möglichen Risiken zu bedenken. Oft sind es unvorhersehbare Ereignisse, welche die Kosten empfindlich in die Höhe treiben und sich mitunter sogar existenzgefährdend auswirken können.

Sollte das im Bau befindliche Objekt durch Vandalismus, Erdbeben, Hagel oder Diebstahl nachhaltig beschädigt werden, muss ein nicht versicherter Bauherr selbst für die daraus entstehenden Kosten aufkommen und das kann je nach schwere des Schadens in beachtliche Höhen gehen.

Besonders teuer kann es werden, wenn zum Beispiel durch herabfallende Teile Autos beschädigt oder sogar Personen verletzt werden. Die Versicherungsprämie ist bestimmt leichter zu finanzieren als Schadenersatzforderungen, die im schlimmsten Fall im Millionenbereich liegen können.

Welche Schäden deckt die Bauwesenversicherung?

Die Versicherung deckt alle Schäden, die unvorhergesehen eintreten. Dazu gehören solche, die durch höhere Gewalt bzw. Naturereignisse wie Erdbeben oder Hochwasser entstehen. Ebenfalls versichert sind Schäden aufgrund ungewöhnlicher Witterungsverhältnisse (Hagel, Sturm), Folgeschäden, die auf Planungs-, Konstruktions- und Materialfehler sowie geologisch bedingte Ursachen zurückzuführen sind oder auf die Ungeschicklichkeit der Handwerker.

Bei Diebstahl erstreckt sich der Versicherungsschutz auf fest mit dem Gebäude verbundene Gegenstände wie zum Beispiel Heizkörper oder sanitäre Anlagen; Schäden, die auf Vandalismus zurückzuführen sind, werden ebenfalls ersetzt.

Die Versicherung deckt alle Kosten, die zur Schadensbeseitigung aufgewendet werden müssen. Neben dem notwendigen Material werden auch die erforderlichen Arbeitslöhne für Wiederherstellung und Aufräumarbeiten bezahlt. Sollte der Schadensfall eintreten, nachdem Glasflächen eingesetzt sind, werden dem Versicherten auch geborstene Scheiben ersetzt.

Diese Schäden werden nicht abgedeckt

Die Entschädigung der Versicherung entfällt bei klar definierten Schadensursachen: Bei vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Schäden sowie Mängeln an der Bauleistung ist der daraus entstandene Schaden nicht gedeckt. Auch fehlende Schutzmaßnahmen bei vorhersehbaren Witterungsverhältnissen wie zum Beispiel Frost oder Regen, Verstößen gegen die anerkannten Regeln der Technik oder Ausfall der Wasserhaltung werden nicht durch die Bauwesenversicherung abgesichert. Lagernde Materialien und Arbeitsgeräte werden im Falle eines Diebstahls ebenfalls nicht ersetzt. Ausgeschlossen sind auch Schadensfälle, die auf Kriegsereignisse, innere Unruhen, Beschlagnahmung durch den Staat oder Kernenergie zurückzuführen sind.

So viel kostet die Bauwesenversicherung

Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich nach der Versicherungssumme, unter bestimmten Umständen auch nach der Laufzeit. Einige Versicherungen gewähren einen Rabatt, wenn die Bauzeit weniger als sechs Monate dauert – wie es zum Beispiel bei Fertigteilhäusern der Fall sein kann. In den meisten Fällen gilt die Laufzeit bis zur Endabnahme des Objekts, längstens jedoch 2 Jahre. Unter gewissen Umständen kann die Versicherung auch verlängert werden, in diesem Fall muss jedoch ein Mehrbetrag bezahlt werden.

Grundsätzlich wird die Versicherungsprämie einmalig bezahlt. Bei Baukosten von ca. 250.000 Euro kostet die Prämie je nach Versicherungsgesellschaft zwischen 250 und 500 Euro, wobei die Höhe des Selbstbehaltes stark variieren kann. Hier können Sie aktuelle Tarife der Bauwesenversicherung vergleichen.

Auch die Vertragsbedingungen unterscheiden sich von Versicherung zu Versicherung. Oft sind Ergänzungen zum Versicherungsvertrag möglich. Eine zusätzliche Feuerversicherung für den Rohbau oder eine Bauunterbrechungsversicherung für gewerbliche Bauherren können zumeist kostengünstig in den Vertrag aufgenommen werden.

Sparpotenzial

Neben der Bauwesenversicherung ist auch der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung für Bauherren sinnvoll. Wenn beide Versicherungen abgeschlossen werden sollen, empfiehlt es sich nach einem Kombitarif zu fragen. Bei vielen Anbietern ist der Abschluss beider Versicherungen zusammen günstiger, als der getrennte Abschluss von Bauwesen- und Bauherrenhaftpflicht. Ein Vergleich lohnt hier und kann bares Geld sparen. Hier können Sie Kombitarife vergleichen.